DER AKTUELLE SPIELBERICHT

Happy End nach zweimaligen Rückstand… 

…aber eine schwere Verletzung trübt die Freude über den Punktgewinn

Durch einen 25-Meter-Schuss von Annika Schmalz in der 89. Minute erkämpfte sich Motor gegen die SG SV Pöllwitz, nach zweimaligen Rückstand, noch einen verdienten Punkt. Die Gäste lagen zur Pause 2:0 vorn. Susanne Gerth gelang der Ausgleich (60., 77.). Durch einen Konter lag Motor wieder hinten (80.). Mit großem Kampfgeist gelang doch noch das Happy End und damit ein gerechtes Remis.

Der Tabellenzweite aus Pöllwitz hatte zunächst den besseren Start in die Partie. Schon nach vier Minuten landete ein Schuss von Michelle Buse am Querbalken des Motor-Tores. Eine Minute später rettete erneut die Torlatte für die Altenburgerinnen, als die gleiche Spielerin es mit einem straffen Schuss von der Strafraumgrenze versuchte. Die Motor-Abwehr geriet auch danach immer wieder in Verlegenheit, kam in den Zweikämpfen oftmals einen Tick zu spät oder griff nur halbherzig ein. Dies bestraften die erfahrenen Gäste in der 9. Minute, durch einen Schuss von Nicole Michalski aus spitzem Winkel, mit dem Führungstor. Motor wurde dadurch nun wachgerüttelt, kam besser ins Spiel und suchte auch den Torabschluss. Ein Hinterhaltschuss von Annika Schmalz wurde durch Gästekeeperin Nicole Grille per Fußabwehr entschärft (14.). Wenig später schoss Susanne Gerth der Torhüterin das Leder aus aussichtsreicher Position genau in die Arme. Da lag der Ausgleich in der Luft. Stattdessen wurde Pöllwitz in der 33. Minute förmlich zum zweiten Gegentor eingeladen. Als Michelle Buse an der Strafgrenze nicht energisch gestört wurde, versenkte diese den Ball unhaltbar ins kurze Eck zum 0:2. Kurz vor der Pause zog Nora Kubik aus der zweiten Reihe ab, aber die Torhüterin konnte wieder mit dem Fuß klären. Es war aber ein Zeichen nach dem Motto: „Hier geht noch was, aufgeben ist nicht.“

Mit diesem Vorsatz begann Motor sehr engagiert die zweite Halbzeit. Die gut gestaffelte Pöllwitzer Abwehr ließ aber wenig zu. In diese Druckphase hinein entschied Schiedsrichter Marc Teichmann, nach einem Zweikampf im Motor-Strafraum, auf Foulstrafstoß für die Gäste. Stefanie Kunte jagte aber, zum Glück für Motor, den Ball am rechten Dreiangel vorbei. Nach einer Stunde war dann das Anschlusstor geschafft. Als Torhüterin Nicole Grille das Leder durch die Hände flutschte, stand Susanne Gerth mit ihrem Torriecher wieder mal an der richtigen Stelle und schob den Abstauber zum 1:2 über die Linie. In der 77. Minute flog ein Eckball von der rechten Seite, flach und scharf von Jasmin Bauch getreten, durch den Pöllwitzer Torraum, wo am langen Pfosten erneut Susanne Gerth lauerte und den Ball zum 2:2 versenkte. Jetzt witterte Motor Morgenluft und wollte das Spiel komplett drehen. Nach einem Konter der Gäste stand es aber plötzlich 2:3 (80.). Michelle Buse schüttelte gleich drei Motor-Abwehrspielerinnen bei einem Solo von der Mittellinie aus ab und schoss platziert, ins lange Eck, die erneute Gäste-Führung heraus. Motor warf nun alles nach vorn, wollte wenigstens noch einen Punkt ergattern. Als die vorletzte Spielminute lief, fasste sich Annika Schmalz ein Herz und jagte den Ball aus gut 25-Meter-Torentfernung zentraler Position genau neben den Posten zum verdienten Ausgleich in die Maschen.

In der Nachspielzeit, bei der letzten Aktion des Spieles, geschah dann das unfassbare Unglück: Bei einem Zweikampf am Motor-Strafraum fiel Abwehrspielerin Jasmin Kühnast sehr unglücklich auf die Schulter. Co-Trainer Maik Raue fuhr die Spielerin sofort zur Untersuchung ins Krankenhaus. Die niederschmetternde Diagnose lautet Schulterbruch und eine folgende OP. Diese Nachricht trübt am Ende die Freude über das gute sportliche Ergebnis. Man kann Jasmin Kühnast nur alles Gute und eine baldige Rückkehr in die Mannschaft wünschen. „Die Mannschaft ist in Gedanken bei dir, Jasmin.“      

Steffen Dieg


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